Gastartikel: Instagram - verstehe und nutze den Algorithmus für dein Business

Insta Love – Warum Du Facebook trotzdem nicht aufgeben solltest

Same same, but different – so könnte man das Verhältnis von Instagram und Facebook beschreiben. Vermehrt werden jedoch auch bei Unternehmen und Selbständigen die Stimmen laut, die ankündigen "Instagram macht mir wesentlich mehr Spaß. Ich lösche meinen Facebook-Account." oder gar "Facebook bringt mir wesentlich weniger Reichweite. Das liegt am Algorithmus. Facebook macht also keinen Sinn mehr für mich als Unternehmen". 


Als Privatnutzer steht Dir hierbei natürlich nichts und niemand im Weg: Lösche Deinen Account ruhig bei einem Netzwerk, wenn Dir dieses keinen Spaß mehr macht. Wenn Du jedoch UnternehmerIn bist und Du Dich in diesen Aussagen wieder erkennst, dann solltest Du Dir folgende Einschätzungen zu Herzen nehmen.

1. Der Algorithmus beider Netzwerke ist sich ähnlicher als Du denkst. 

Vielleicht hast Du es schon mitbekommen. Instagram gehört seit einigen Jahren zur Facebook-Gruppe. Seit der Übernahme ging es stetig bergauf für das Start Up, schließlich konnte man die Learnings von Facebook jetzt auch auf die Bilder-App übertragen. Ein erster Schritt war beispielsweise auch für Instagram die Abschaffung der zeitlich orientierten Timeline hin zu eine Newsfeed, der von Interessen (dem sogenannten Algorithmus) getrieben wird. 

Wir wollen Dir an der Stelle in einfacher Form den Algorithmus von Facebook und Instagram kurz erklären. Versetz Dich hierfür gedanklich in die Situation einer Privatperson, die die Netzwerke ohne Business-Hintergrund nutzt. Du hast je nachdem viele Freunde, die regelmäßig veröffentlichen. Du folgst Unternehmen oder Privatpersonen, und auch diese veröffentlichen Inhalte. Dabei ist Dein Feed – sowohl auf Instagram als auch auf Facebook – begrenzt: Denn auch wenn Du gefühlt ewig scrollen kannst, so ist die Zeit ja nicht unendlich, in der Du Dich ihm widmen kannst. Damit Du trotzdem zuerst die Sachen siehst, die Dich wirklich interessieren (für Facebook der wichtigste Beweggrund, damit Du auch wirklich längerfristig Facebook und Instagram nutzen wirst), werden die Beiträge anhand Deiner zuvor verteilten Interessenbekundungen angeordnet.

Interessenbekundungen? Wenn Du auf Facebook oder Instagram unterwegs bist, erzeugst Du bei Freunden und/oder Unternehmen permanent Interessenbekundungen, indem Du “Gefällt mir” drückst, folgst, teilst, kommentierst, persönliche oder direkte Nachrichten verschickst. Dabei muss die Interessenbekundung nicht unbedingt positiv ausfallen, denn auch ein negativer Kommentar zeigt dem Algorithmus des jeweiligen Netzwerkes, dass Dich der Inhalt interessiert. Warum solltest Du sonst Deine Zeit in einen Kommentar investieren? Die neuesten Posts jener Profile bzw. Seiten, bei denen Du am meisten Interessenbekundungen hinterlassen hast, werden in Deinem Newsfeed priorisiert gegenüber jenen angeführt, bei denen Du weniger oft aktiv wurdest. 

Diese vereinfachte Skizzierung des Algorithmus gilt für beide Netzwerke – sowohl für Instagram als auch für Facebook. Bevor Du also aufgrund eines vermeintlich schlechteren Algorithmus Facebook die Freundschaft kündigst, solltest Du Dir darüber im Klaren werden. 

 
 Bei der Bildauswahl solltest Du Interaktion mit Deiner Community statt ausschließlich Likes als Ziel haben.  Foto: © Thought Catalog/www.unsplash.com

Bei der Bildauswahl solltest Du Interaktion mit Deiner Community statt ausschließlich Likes als Ziel haben.

Foto: © Thought Catalog/www.unsplash.com

 

2. Denk in Kommentaren nicht in Likes bzw. Gefällt mir! 

Wir erinnern uns bzw. spitzen unsere Algorithmus-Erklärung mit Blick auf Unternehmen zu: Wer viele Interessenbekundungen einsammelt, wird im Newsfeed mehr Menschen angezeigt. Interessant dabei ist, dass viele Unternehmen ihren Erfolg an der Gefällt-mir-Anzahl oder den Herzchen unter einem Post festmachen. Diese sind natürlich nicht wertlos, jedoch ist hierbei das Engagement natürlich wesentlich geringer als bei Kommentaren und ähnlichen Handlungen. Denn oftmals ist es so, dass Personen, die kommentieren, gleich auch noch ein Like bzw. ein “Gefällt mir” hinterlassen. Auf einen Kommentar kann das Unternehmen mit einem eigenen Kommentar reagieren, der bestenfalls auch noch eine konkrete Gegenfrage enthält. Diese wird wiederum als Antwort einen Kommentar (Interessenbekundung!) hervorrufen. 

Wir fassen zusammen: Sowohl auf Instagram als auch auf Facebook solltest Du Posts schreiben bzw. erstellen, die viele Kommentare mit sich bringen. Bestenfalls reagierst Du auf diese so, dass sie wiederum Kommentare erzeugen. Die Eigenarten der Netzwerke solltest Du dabei nicht außen vor lassen! Auf Facebook kannst Du Gruppen und Link-Posts für Dein Marketing nutzen, auf Instagram Hashtags und Instagram Stories. Alles in allem solltest Du diese Tools immer so nutzen, dass unterm Strich mehr Kommentare auf Deiner eigenen Fanpage entstehen. 

3. Es kommt auf die Verkäufe an!

Wir wollen Instagram gar nicht runterspielen. Auch für uns ist es ein zentrales Element unserer Marketingstrategie. Jedoch sollte sich jeder im Klaren sein, dass Instagram auch immer etwas Unverbindliches hat. Über die Hashtags und Instagram Stories kommen Deine Beiträge mit zahlreichen Accounts in Kontakt, die Dir nicht unbedingt auch gleich folgen. Sie hinterlassen ein Like, das wars! Dies ist jedoch in keinem Fall mit einem wesentlich verbindlicheren “Gefällt mir” auf Facebook gleichzusetzen. Um einen korrekten Vergleich zwischen Instagram und Facebook umsetzen zu können, solltest Du Dich also nicht fragen, wo Du mehr Reichweite und Follower bekommen hast, sondern wo Du bisher am meisten Kunden für Dich gewinnen konntest. 

4. Instagram for Business – nicht ohne Facebook 

Wenn Du Instagram als Werbekanal für Dein Unternehmen nutzen möchtest, dann solltest Du den Account unbedingt in ein Instagram for Business-Profil umwandeln. Dies geht ganz einfach bei den Einstellungen. Mit einem Instagram für Business-Profil hast Du Zugriff auf Deine Insights. Unentbehrlich, wenn man zahlenbasiert die eigenen Maßnahmen evaluieren und verbessern möchte! Gleichzeitig sicherst Du Dir mit einem Instagram for Business-Account die Möglichkeit Anzeigen zu schalten. Ein wesentlicher Baustein, wenn es darum geht, den eigenen Account anwachsen zu lassen. Außerdem hat man als Business-Profil auf Instagram die Möglichkeit zusätzliche Kontakt-Möglichkeiten zu definieren, so dass Profilbesucher beispielsweise aus der App heraus anrufen können. 

Und was hat das alles mit Facebook zu tun? Das erklären wir Dir: Wenn Du Deinen Unternehmensauftritt auf Instagram in einen Instagram for Business-Account umwandeln möchtest, dann musst Du ihn mit Deiner Facebook-Seite verbinden. Diese brauchst Du als Unternehmen in dem Fall also unbedingt. Du könntest sie rein theoretisch auch unsichtbar stellen, jedoch ist dies auch nicht wirklich das Gelbe vom Ei bzw. verschenkst Du so zahlreiche Optionen. Denn anders als Instagram lässt sich auf Facebook mit dem Teilen von Links wesentlich mehr Traffic als auf Instagram generieren (Ausnahme sind natürlich riesige Instagram-Accounts).  

Was Du nun tun solltest! 

Facebook und Instagram – wir haben beide Netzwerke gegenübergestellt und sind zum Schluss gekommen, dass es für Unternehmen nicht unbedingt ratsam ist, Facebook kurzerhand loszuwerden. Unsere Empfehlung: Bild Dich weiter und geh auf Nummer sicher, dass Du die Möglichkeiten von Facebook vollends ausnutzt. Ein Orientierungspunkt ist dabei die Zielsetzung, sich vor allem auf das Generieren von Kommentaren zu konzentrieren. Wir versprechen Dir: Sobald Du viele Kommentare rund um Dein Business und Dein Thema generieren kannst, bist Du im Gespräch - dies gilt sowohl für Facebook als auch für Instagram. 

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Über die Autoren Projekt Piñata 

 Die Inhaberinnen von Projekt Piñata: Karina Hartwahn (links) und Christine Thull (rechts).  Fotos: © Mats Karlsson/www.matskarlsson.de

Die Inhaberinnen von Projekt Piñata: Karina Hartwahn (links) und Christine Thull (rechts).

Fotos: © Mats Karlsson/www.matskarlsson.de

Piñatas sind bunt. Piñatas fallen auf. Die Piñatas sind demnach genau die Richtigen, wenn Du mit Instagram an Sichtbarkeit für Dein Business gewinnen möchtest. Von Freebies über 1-Minuten-Tipps auf Facebook bis hin zum Online-Bootcamp – das Angebot rund um das Thema Instagram-Weiterbildung ist vielfältig. Egal für welchen Weg Du Dich entscheidest: die hinter Projekt Piñata stehenden Unternehmerinnen Karina Hartwahn und Christine Thull freuen sich auf den Austausch mit Dir. Hier findest Du uns online:

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