Gastartikel Wirkraum Design: 7 Tipps für dein Branding

Machst du diese 7 Fehler in deinem Branding?


Der heutige Marketing Hack kommt erneut als Gastartikel zu euch. Heute schreibt Sabine, freiberufliche Grafikdesignerin von Wirkraum Design über die elementarsten Fehler, die du bei deinem Branding vermeiden solltest.

Als Unternehmer weißt du, dass ein klares Branding für dich Gold wert ist. Es steigert zum einen deine Außenwirkung, zum anderen verleiht es dir Einzigartigkeit und hebt dich von anderen Mitbewerbern deiner Branche ab. So einfach und einleuchtend dies zunächst klingt, so viele Fehler kann man aber auch bei seinem Branding Design machen.

Im folgenden Artikel möchte ich dir 7 Fehler aufzeigen, denen ich in meiner Arbeit am häufigsten begegne.

#1 Den Wert einer guten Marke unterschätzen

Einen ganz wichtigen Punkt machen viele Unternehmer in ihrer Markenkommunikation falsch: Sie unterschätzen den Wert und den Benefit einer guten Marke. Ich erlebe es häufig, dass Kunden ein Design anfragen, ohne sich im Vorfeld näher mit ihrer Marke beschäftigt zu haben. So grundlegende Dinge wie Markenwerte, Tonalität, Zielgruppe und Wunschkunden und die gewünschte Wirkung nach außen werden oft nicht hinterfragt. Jedoch kann auch das beste Design nur dann sein volles Potenzial entfalten, wenn es die gewünschte Markenbotschaft transportiert. Für den Designer ist es zudem um ein Vielfaches leichter auf Basis einer guten Markenstrategie ein Design für dich zu entwickeln. So sparst du dir endlose Korrekturrunden, wenn von Anfang an klar ist, welche deiner Markenwerte durch die Gestaltung vermittelt werden sollen.

 Foto: © Jeff Sheldon/www.unsplash.com

Foto: © Jeff Sheldon/www.unsplash.com

#2 Billig-Logos

Unternehmen, die gerade am Anfang stehen, müssen oft sparen und scheuen sich vor größeren Ausgaben im Bereich Design. So kommt es häufig dazu, dass Logos auf Plattformen für gerade einmal 50 $ gekauft werden. Auf den ersten Blick denkt man, man hätte ein Schnäppchen gemacht. Aber aus Erfahrung weiß ich, dass die Unternehmer mit diesen Designs oft nicht dauerhaft glücklich werden. Und dies aus folgenden Gründen: Die Logos repräsentieren meist nicht die Werte und Visionen des Unternehmens, weil sie von der Stange sind und nicht in einem intensiven Prozess zusammen mit dem Markendesigner entwickelt wurden. Häufig erhält der Kunde auch nicht die nötigen Dateiformate, die für eine umfassende Nutzung notwendig sind. Und last but not least bleibt da immer noch die Frage nach den Nutzungsrechten. Wer garantiert, dass nicht ein anderes Unternehmen exakt dasselbe Logo kauft und verwendet? Als Unternehmer verdienst du es, ein qualitativ und ästhetisch hochwertiges Logo zu haben. Warum nicht von Anfang an in ein professionelles Signet investieren?

#3 DIY Design


Die Vielzahl an kostenfreien Programmen zu Bildbearbeitung und Grafik macht es heute für viele Selbständige verlockend, sich selbst an ihr Branding-Design zu wagen. Zum einen sehen sie es als Herausforderung. Zum anderen mag es auch sein, dass viele die Kontrolle über alles, was ihr Business betrifft, nur ungern abgeben möchten. Wenn du aber mit deinem Unternehmen professionell durchstarten und Geld verdienen willst, dann nimm diese Sache ernst! Dein Business sollte dir ein professionelles Design wert sein. Denk nur an die Zeit, die du sparen kannst, wenn du dein Branding Design in versierte Hände gibst. Du kannst dich wieder den eigentlichen Dingen widmen, mit denen du deinen Lebensunterhalt verdienst.

#4 Du versuchst allen zu gefallen

Als empathischer Mensch kann ich es gut verstehen, dass man gerne allen gefallen möchte. Das ist sehr menschlich. Doch im Bereich des Branding darfst du ruhig polarisieren! Da wird es die Einen geben, die es einfach schrecklich finden, was du tust. Und da sind auch die Anderen, die dich dafür lieben – deine begeisterten Fans. Das Ziel deiner Markenstrategie ist es, genau die Menschen anzuziehen, die deine Wunschkunden sind. Alle anderen suchst du ja nicht.
Durch dein Design kannst du dich klar positionieren und ausdrücken: „Schaut her, das bin ich“! Das wird nicht immer allen gefallen, aber es ist authentisch und echt.


#5 Keine klare Linie

Ein weiterer häufiger Knackpunkt ist es, wenn im Branding Design zu viele verschiedene Farben, Schriften, Muster oder Bildstile verwendet werden. Um ein einheitliches Design zu gestalten und eine wirkungsvolle Harmonie zu erzeugen, braucht es nicht viel. Einige wenige Gestaltungselemente reichen für den Anfang völlig aus. 

Bei den Farben sollte man sich auf 3 bis 5 Hauptfarben beschränken. Wichtig ist auch, dass die Farbtöne exakt in den verschiedenen Farbsystemen definiert sind (RGB, CMYK und HEX), damit man auch mit Sicherheit immer die exakt gleichen Farbtöne in verschiedenen Medien verwendet. Du kannst verschiedene Methoden nutzen, um zu deinem perfekten Farbklang zu finden.
(Link zu: https: www.wirk-raum.de/farbenkombinieren_2)

Auch bei den Schriften sollte Klarheit herrschen. Du solltest dir 2 Schriften aussuchen, die gut miteinander harmonieren. Nur diese Schriftarten sollten in deinem Corporate Design Verwendung finden. Oft gibt es bei den Schriften ganze Familien, die in verschiedene Schriftschnitte (Bold, Regular, Condensed, Light, Italic, etc.) unterteilt werden. Auch diese passen meist zuverlässig zueinander.

 
 Corporate Branding - oft unterschätzter Faktor für deine Sichtbarkeit  Foto: © Estee Janssens/www.unsplash.com

Corporate Branding - oft unterschätzter Faktor für deine Sichtbarkeit

Foto: © Estee Janssens/www.unsplash.com

#6 Verwendung von Stockfotos

Im Netz gibt es inzwischen viele Anbieter von lizenzfreien Stockfotografien, bei denen sich der Nutzer kostenlos Bilder downloaden kann. Diese können teilweise sogar kommerziell genutzt werden. 

Was auf den ersten Blick wie eine tolle Sache aussieht, kann leider aber auch nach hinten losgehen. Oft kommt es dann dazu, dass andere Unternehmer die gleichen Fotos unverändert nutzen. Schon ist es mit deiner Einzigartigkeit vorbei. Wenn möglich, engagiere einen Fotografen, um eigene Bilder aufzunehmen. Eine weitere praktikable Lösung ist, die Fotos nachzubearbeiten und so zu verändern, dass sie in dein Markendesign passen und sich nahtlos einfügen.

#7 Zu viel / zu wenig Abwechslung


Wechselst du dein Design häufig? Experimentierst du gerne? Auch dies kann zu einem Problem werden. Wenn du in relativ kurzen Abständen dein Branding Design drastisch änderst, kann das deine Interessenten verwirren. Das ist so, als ob du beim Friseur gewesen wärst und eine komplette Typveränderung vorgenommen hast. Du wirst nicht mehr auf den ersten Blick erkannt.

 Darüber hinaus sollte dein Design nicht schnelllebigen Trends folgen. Du willst eine dauerhafte, starke Marke etablieren, die nicht von kurzfristigen Modeerscheinungen abhängt.

Aber auch das Gegenteil von zu viel Abwechslung im Design kann zum Problemfall werden. Gerade im Bereich der Sozialen Medien wie Facebook, Pinterest und Instagram wirst du mit Bildinhalten, die sich sehr stark ähneln nicht mehr auffallen. Die Aufmerksamkeitspanne im Netz ist derart gering, dass nur Neues, Außergewöhnliches und Ungewöhnliches unseren „Filter“ durchdringt. So macht es Sinn, sich gerade im Bereich deines Social Media Marketings öfter etwas Neues einfallen zu lassen, um deine Leser wieder auf dich aufmerksam zu machen. Dennoch sollten alle neuen Formate deiner bisherigen Markenidentität folgen.


Nutze die Kraft deiner Marke

Wie du sehen kannst, gibt es einige Stolpersteine, auf die man treffen kann, wenn man sich eine Marke aufbaut. Auf deinen Weg möchte ich dir mitgeben: Unterschätze die Kraft einer gut aufgebauten Marke nicht und setze das Wissen darum weise ein. Um ein Zitat aus Star Wars zu verwenden: „Möge die Macht mit dir sein!“.

Über die Autorin

 Sabine Stärker-Bross - Inhaberin von Wirkraum Design  Foto: © Sabine Stärker Bross privat/www.wirk-raum.de

Sabine Stärker-Bross - Inhaberin von Wirkraum Design

Foto: © Sabine Stärker Bross privat/www.wirk-raum.de

Sabine Stärker-Bross ist freiberufliche Grafikdesignerin. Als Expertin für visuelles Branding hilft sie Selbständigen, Gründern und kleinen Unternehmen durch ein authentisches Branding Design mehr Sichtbarkeit für ihr Business zu gewinnen. Ihre Leidenschaft liegt im Bereich des Corporate Designs und der Gestaltung von neuen visuellen Auftritten, angefangen beim Logo, über Printmedien bis hin zum Design von Social Media Grafiken. Hier findest du Sabine online:


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