Meikes Marketing Hack - neue Funktionen bei Pinterest

Die neuen Funktionen für deine Pinterest Strategie 2019: pinteresting!

Heute möchte ich dir gern die neuen Funktionen auf Pinterest zusammenfassen, die letzte Woche in meinem Instagram-Livechat genannt worden sind. Ann-Kristin Umlauf von Umlaufbahnstarthilfe hat im Interview viele wichtige Neuerungen genannt, die du in deiner Content-Strategie für 2019 auf Pinterest unbedingt berücksichtigen solltest, um Reichweite zu generieren. Diese möchte ich dir im nachfolgenden Post nochmals zusammenfassen, damit du 2019 auf Pinterest richtig durchstartest!

1.) Switch Verhältnis eigener vs. fremder Content

(80% eigener/ 20% fremder)

Die wohl wichtigste Änderung ist die, dass sich das Verhältnis zwischen eigenen und fremden Content gewaltig zugunsten des eigenen Contents verschoben hat. Galt bislang immer die Regel 80% Prozent fremder Content, 20% Eigenanteil ist dies seit Herbst umgedreht worden. Du bist du nun gefordert, immer neuen eigenen Content auf Pinterest hochzuladen, um deine Reichweite zu halten oder bestenfalls zu steigern. “Soviel Content habe ich doch gar nicht” wird einigen vermutlich prompt rausrutschen. Keine Angst die 80% eigener Content sind der Idealfall. Optimal für deine Reichweite ist ein Mindestanteil von 50% Prozentr eigenen Content auf die gesamte Pin-Zahl pro Tag bezogen. Mehr ist natürlich immer besser. Was heißt das genau? Zukünftig muss du, wenn du auf Pinterest erfolgreich sein möchtest nicht zwingend mehr Content produzieren. Stattdessen solltest du vorhandenen Content besser “zerlegen” und als Pin aufbereiten, Stichwort Content Repurposing : Wie das funktioniert habe ich dir vor einiger Zeit in diesem Artikel ausführlich beschrieben.

Dabei ist die Aktualität des Contents zu beachten. Denn Pinterest belohnt die Reichweite von aktuellem Content. Blogposts, die vor einigen Monaten bereits erschienen sind und jetzt in Zitate, Grafiken & Co. zerlegt werden, werden auch aber weniger mit Reichweite “belohnt”. Das heißt für dich, du solltest deinen neuen Content möglichst immer gleich in vielen verschiedenen Formaten aufbereiten. Meist versteckt sich in deinem Blogpost, deiner Podcast-Folge oder deinem YouTube-Video jede Menge Aussagen, die du extrahieren und neu darstellen kannst. Mir sind Beispiele bekannt, wo aus einem einzigen Blogpost dreißig Pins und mehr entstanden sind. So betrachtet fließt deine Zeit in die Aufbereitung statt in die Neuerstellung. Wobei die Aufbereitung definitiv weniger Zeit erfordert als Themen- und Keywordrecherche und sowie Content-Erstellung.

2.) Verifizierung verknüpfter Konten mit Pinterest (Etsy, YouTube, Instagram)

Dieser Punkt entkrampft ein wenig den neuen empfehlenswerten Eigenanteil am Content. Denn, sobald du weitere Konten auf anderen sozialen Netzwerken verifiziert hast, und diesen Content auf einem deiner Boards pinnst, fließt dies auf deinen Eigenanteil mit ein. Beispiel: Ich habe meinen Instagram-Account mit Pinterest verknüpft und für den Instagram-Feed ein eigenes Board auf Pinterest erstellt. Da landet nun mein täglicher Post und pusht meinen von Pinterest gewünschten eigenen Content. Wie du dies automatisieren kannst habe ich in einem anderen Marketing Hack erklärt, den du hier findest. Zurück zur Verifizierung: In den Einstellungen deines Pinterest -Accounts findest du dies unter dem Punkt “verifizieren”. Mit wenigen Klicks kannst du beide Konten verknüpfen - wenig Aufwand große Wirkung.

3.) Pinterest Communities

Um dem Wunsch vieler Nutzer nach Interaktion und Austausch zu entsprechen, hat Pinterest relativ neu die sogenannten Communities eingeführt. Dies soll der Bilder-Suchmaschine einen Hauch von sozialem Netzwerk-Charakter verleihen. Die Communities haben - ähnlich wie Facebook-Gruppen - einen Themenfokus. Dort muss du dir die aussuchen, die thematisch zu deinem Pinterest-Account passen. Ganz wichtig: Die Communities sind ausschließlich für den Austausch unter den Usern gedacht, vorwiegend also Privatpersonen. Nicht aber für Accounts, die aktiv Content erstellen - also eher Unternehmen. Dafür gibt es eine weitere neue Funktion, die ich dir in diesem Artikel auch vorstelle. In die Communities kommt man momentan ausschließlich durch Einladung. Das heißt du brauchst jemanden, der dich einlädt. Einmal drin kannst du beliebig die Communities wechseln oder erweitern. Wer also Interesse am aktiven Austausch mit anderen Usern hat, darf gern Ann-Kristin direkt kontaktieren, um eingeladen zu werden.

4.) Pinterest Creator Community - das Portal für Content Creators

Und schon sind wir beim Gegenpol, dem Portal für alle, die Content erstellen - vornehmlich Solopreneure und Unternehmen: der brandneuen Pinterest Creator Community. Diese erfüllt ebenfalls den Zweck des Austauschs für alle, die Pinterest professionell nutzen. On top erhält man hier hilfreiche Informationen und Tipps zu Funktionen, Trends und allen Veränderungen, die auf Pinterest geplant sind. Als Mitglied sitzt man quasi direkt an der Quelle von Pinterest Deutschland. Der Vorteil ist ganz klar: Jeder kann eine Anfrage auf Mitgliedschaft stellen - ganz ohne Einladung und Umwege. Das dazugehörige Portal findest du hier: https://de.pinterestcommunity.com/.

 
Seit Herbst gibt es viele neue Funktionen auf Pinterest - wissenswert für deine Content-Strategie

Seit Herbst gibt es viele neue Funktionen auf Pinterest - wissenswert für deine Content-Strategie

 

5.) Folge-Feed-Update: Close-up-Ansicht à la Instagram

Eine weitere Neuerung bei Pinterest ist die Darstellung deines Folgefeed. Das ist der Feed aller Pins von Nutzern, denen du folgst - symbolisiert durch die zwei Menschen unten (in der App) oder oben rechts “ich folge” (auf dem Desktop). Neu ist die Darstellung in der App: chronologisch als quadratischer Post untereinander - ganz ähnlich wie auf Instagram. Dies hat den Zweck, möglichst früh Engagement mit deinen Posts oder Repins zu generieren. Weil “the earlier the better” gilt auch für den Pinterest-Algorithmus. Klickt jemand auf die Detailansicht wird er automatisch auf deine Website/deinen Blog weitergeleitet. Dort kann er den Pin mit dem “merken”-Button im eigenen Board abspeichern. Ziel dessen ist es, dass Pinterest euch mehr Traffic auf eure Website/euren Blog bescheren will.

6.) Heißes Thema: Videopins

Aktuell sind sie auf den deutschsprachigen Pinterest-Plattformen noch nicht möglich. In Kürze soll dies aber kommen. Das ist ganz besonders für die unter euch interessant, die viel mit Videos arbeiten. Egal ob auf Instagram oder auf dem eigenen YouTube-Kanal. Das Praktische dabei: Du kannst exakt dasselbe Video auch für Pinterest verwenden. Bislang ist keine Zeitbegrenzung bekannt. Dies ermöglicht dir, das Pinnen von kurzen Erklärvideos oder Schritt-für-Schritt-Tutorials. Ideal für alle, die mehr zu sagen und zeigen haben - insbesondere für erklärungsbedürftige Produkte oder Services.

7.) Geändertes Pin-Format

Immer wieder anders, immer wieder neu: Das Format wird häufiger geändert von Pinterest. So auch jetzt, da inzwischen die große Mehrheit auf der Suchmaschine in der App unterwegs ist. D.h. das Pin-Format wurde den Smartphone-Displays angepasst und beträgt aktuell die Größe 1000 x 1500 Pixel. Kostenlose Grafiktools wie z.B. Canva haben dies in ihren Templates noch nicht berücksichtigt, daher müssen die Layouts für deine Pins dort manuell angelegt werden.

8.) Eingeschränkte Reichweite von Gruppenboards

Da Pinterest massiv die Distribution von eigenem Content pushen möchte, geht dies ein wenig zu Lasten von Gruppenboards. Heißt es reicht nicht mehr aus, deine Pins in diversen Gruppenboards zu streuen in der Hoffnung, dass dadurch die Reichweite wächst. Die Alternative, um dies zu erreichen ist: Gestalte einfach mehr eigene Boards, an die du deine Pins mehrfach pinnen und streuen kannst.

Ich hoffe der Überblick hilft dir, deine Content-Strategie für das nächste Jahr anzupassen. Es gibt natürlich noch weitere Änderungen. Wir haben uns in dem Livechat aber auf die signifikantesten fokussiert. Wenn du diese berücksichtigst, bist du schon gut dabei. Für Fragen scheue dich nicht, mich oder Ann-Kristin direkt zu kontaktieren. Da Pinterest gerade in Zeiten zunehmend sinkender organischer Reichweite auf anderen Plattformen wie Facebook oder Instagram interessanter wird, ist dies wärmstens zu empfehlen. Denn immer wieder angepasst an neue Features kann Pinterest ein wahrer Booster für deinen Blog- oder Website-Traffic werden. Nutzt du Pinterest bereits strategisch für dein Business? Wenn ja, lass uns an deinen Erfahrungen in den Kommentaren teilhaben.