Happy birthday Punktgenau Kreativ - mein erstes Jahr Unternehmerin

Punktgenau Kreativ feiert Geburtstag: Ein Rück- und Ausblick auf mein erstes Jahr

Der erste April ist nicht irgendein Datum. Nein, es ist das Gründungsdatum meines Business. Die Geburtsstunde von Punktgenau Kreativ. Prost auf ein Jahr Selbstständigkeit! Ein ziemlich turbulentes Jahr mit Höhen und Tiefen. Mit Selbstzweifeln und Existenzängsten - aber insbesondere mit ganz viel Erfüllung und Spaß an meiner täglichen Arbeit. 

Happy birthday Punktgenau Kreativ

Trau dich was: Mit der Extraportion Mut in die Selbstständigkeit

Bevor ich den Sprung in die haupterwerbliche Selbstständigkeit gewagt habe, habe ich es im Nebenerwerb getestet, wie es sich anfühlt, Unternehmerin zu sein. Liegt mir das, mich selbst zu vermarkten? Bin ich gut genug, mein Wissen für Geld zu verkaufen? Komme ich mit den Zweifeln und der größeren Verantwortung klar? Was, wenn kein Kunde kommt und ich meine Rechnungen nicht bezahlen kann? Dies und vieles mehr waren Fragen, die mich ganz am Anfang dauerhaft begleitet haben. Wie ich anschließend erfahren durfte, völlig normal als frische Gründerin und ich bin nicht allein mit diesem Gedankenkarussell. Ein Gefühl, das Mut macht, dranzubleiben!

Der Hauptantrieb für meine Gründung war, mich beruflich verändern zu wollen. Nach einigen Jahren als Teilzeit-Angestellte im Marketing wollte ich wieder mehr arbeiten. Mein Ziel waren 30 bis 32 Wochenstunden. So bleibt genug Zeit, mich nachmittags um meinen Sohn zu kümmern und gleichzeitig mehr Geld auf dem Konto zu haben. Leider musste ich feststellen, dass wir auch 2017 keine wirkliche Teilzeit-Kultur in Deutschland haben. In der Marketing-Branche noch weniger als anderswo. Entweder Vollzeit oder halbtags war die Devise, die mir der Arbeitsmarkt vorgab. Beides kam für mich nicht in Frage. Alternativ habe ich zwischenzeitlich einen Kompromiss in Erwägung gezogen: Eine Teilzeitanstellung und nebenher selbstständig mit der Absicherung der Anstellung im Rücken. Die Praxis dessen - mein Einstieg in die Selbstständigkeit - brachte mich schnell an meine Grenzen. Ich hatte das Gefühl, niemanden 100 % gerecht zu werden: meinen Kunden nicht, meinem Sohn nicht und mir selbst überhaupt nicht. Nach gut drei Monaten hatte ich bereits innerlich den Entschluss gefasst, ganz oder gar nicht. Dies wirklich umzusetzen, hat weitere drei Monate Mut sammeln gekostet, bevor ich tatsächlich 100 % in die haupterwerbliche Selbstständigkeit gesprungen bin. Die Aussicht auf selbstbestimmte Arbeit nach meinen Anforderungen war verlockender als alle Ängste und Zweifel. Ich wollte endlich eine Balance zwischen Familie und Beruf, die ich flexibel je nach Bedarf anpassen kann. Keine komischen Blicke mehr ernten, wenn ich nachmittags eine Schulveranstaltung wahrnehmen muss. Mich entschuldigen müssen, wenn ich wegen eines kranken Kindes leider mal nicht arbeiten kann. Kurzum, ich wollte einfach eine Arbeit, die zu mir und meinen Lebensbedingungen passt. Denn ich mag meinen Job - auch als Angestellte. Nur leider kollidieren die Ansprüche der Arbeitswelt oft mit den Bedingungen der Kinderbetreuung. Alle Eltern, die das gerade lesen, werden mir zustimmen.

Meine zweite starke Motivation ist, ich wollte etwas Eigenes schaffen. Etwas, das mich erfüllt, das mir liegt, wo ich mit ganzem Herzen dabei bin. Meine Business-Idee ist lange gereift und stammt gar nicht von mir, sondern von einem Coach während einer Beratung. Die liebe Bianca von Zielcoach-Marketing hat in unseren Gesprächen sofort erkannt, wo meine Stärken liegen. An dieser Stelle ein dickes Danke an Dich, dass Du mir dies bewusst gemacht hast. Nachdem der Grundstein gelegt war, fügte sich alles wie ein Puzzle zusammen. Meine Nische stand sofort fest: Ich bleibe in meiner liebgewonnenen Einrichtungsbranche,  in der ich seit 2010 tätig bin. Ich liebe ihre Vielfalt aus diversen Gewerken, die gemeinsam für ein wohnliches Zuhause sorgen. 

Im Handumdrehen steht das ganze Leben Kopf

Nun kennt Ihr meine beiden Hauptmotivationen, warum ich Punktgenau Kreativ gegründet habe. Doch wie verändert sich das eigene Leben, wenn man gründet? Offen gesagt es verändert alles. Dieser Tragweite war ich mir nur bedingt bewusst. Es ist nicht nur eine andere Form des Geldverdienen, sondern bringt einen komplett neuen Lebensstil mit sich. Die ganzen eigenen Sichtweisen bzgl. Beziehung zum Geld, eigener Wertschätzung, Life-Work-Balance usw. geraten mitunter ziemlich ins wanken. Leider führt das dazu, dass man oft auf Unverständnis im engsten Freundes- und Familienkreis stösst. Wenn man anfängt, sein eigenes Ding zu machen, seinen Weg zu gehen führt das oft zu langen und oft auch unschönen Diskussionen. Die vermeintliche Sicherheit eines Angestellten-Verhältnis gegen die Unsicherheit der Selbstständigkeit zu tauschen, verstehen nur diejenigen, die diesen Schritt bereits gegangen sind. Aber was ist heute noch sicher? Bei immer mehr befristeten Verträgen oder schlechter Auftragslage ist man als Angestellte genauso schnell in der Arbeitslosigkeit wie eine Selbstständige ohne Kunden oder mit Schulden. Leider hat meine Selbstständigkeit dazu beigetragen, echte von falschen Freunden zu trennen. Viele langjährige Freundschaften musste ich ziehen lassen, weil sie meinen neuen Weg nicht mitgehen wollten oder konnten. Das tut weh - sehr sogar! Es schmerzt heute immer noch, gerade wenn gute und langjährige Freundschaften sich dadurch auflösen. Und wisst Ihr warum? Wenn man anfängt, sich und sein Leben radikal zu verändern, reflektiert man damit ungewollt den Freunden die eigene Unzufriedenheit über ihr Leben.

Inzwischen vertrete ich vehement die Theorie "jeder ist seines Glückes Schmied" und somit größtenteils selbstverantwortlich für sein/ihr Leben. Einige Dinge kann man nicht oder nur bedingt beeinflussen, das ist klar. Aber das Meiste hat man selbst in der Hand zu ändern. Jetzt kommt der kitschige Satz: Es ist nie zu spät, neu anzufangen! Aber es ist für viele bequemer, in ihrer Komfortzone unglücklich eine Kugel zu schieben. Egal ob langweiliger Job, kaputte Beziehung, zu kleine Wohnung oder was auch immer! Ja, Veränderungen machen Angst und sind verdammt unbequem, weil sie ganz mächtig an der eigenen Persönlichkeit rütteln und Vieles in Frage stellen. Aber hey, die Chance, sich darauf einzulassen ist unbezahlbar. Selbst wenn Dein Plan am Ende scheitert. Ich finde es drei Mal besser, es probiert zu haben und eventuell zu scheitern. Als ein Leben lang darüber nachdenken zu müssen, was wäre gewesen wenn.  Das ist eine Erkenntnis aus diesem Jahr: Sich selbst mehr zuzutrauen, den Mut, Neues zu wagen - ohne doppeltes Netz und Boden. Ganz ehrlich, in den meisten Fällen tritt das Horrorszenario nicht mal ein. 

Ein weiteres Fazit, was ich nach dem ersten Geschäftsjahr ziehe ist: Sich seinen eigenen Wert klarzumachen. Logischerweise kann man als frische Gründerin die Kunden nicht nur nach Sympathie auswählen. Die Lebenshaltungskosten wollen bezahlt werden und Du brauchst einen soliden Kundenstamm, bis es wirklich tragfähig läuft. Dennoch finde ich es wichtig, sich von Anfang an, nicht unter Wert zu verkaufen. Wenn Du Deine Leistungen immer zu Dumping-Preisen verkaufst, wirst Du nicht nur finanziell auf keinen grünen Zweig kommen. Viel schlimmer: Du zeigst Deinen Kunden damit auch, dass Du Dein eigenes Know-How nicht schätzt. Kein Wunder also, wenn Du mit dieser Strategie nur Kunden anziehst, die Dich wegen deines Preises buchen statt deiner Persönlichkeit und deiner einmaligen Expertise. Das Thema ist ein Klassiker, gerade wenn es um Preisverhandlungen geht. Ich bin bei Anfragen leider zu oft mit dem Preis zu weit runtergegangen, um den Auftrag unbedingt zu bekommen. Mit der traurigen Erkenntnis, irgendjemand ist immer günstiger als man selbst! Das Spannende daran: Wenn Du Deine Leistungen und Deine Preise ganz selbstbewußt kommunizierst, schmälert das nicht die Zahl derer, die sich für Dein Angebot interessieren. Im Gegenteil: Seitdem ich gelernt habe, mir den Nutzen für meine Kunden - und damit meinen Wert - bewußt zu machen und dies selbstbewußt in persönlichen Gesprächen, auf der Website oder auf Social Media zu kommunizieren, desto mehr Anfragen erhalte ich sogar. Weil es mit eigener Wertschätzung zu tun hat - das spüren Interessenten. Netter Effekt: Du bekommst die Kunden, die zu Dir passen und Deine Arbeit schätzen. Keine Diskussionen mehr, wenn die Rechnung fällig wird.

Es bleibt alles außer langweilig: Veränderungen im nächsten Geschäftsjahr

Soweit der Rückblick und die Erkenntnisse aus meinem ersten Jahr als Selbstständige. Was ist der Ausblick fürs neue Jahr? Fakt ist offline ist das neue online. Das heißt der Trend geht zurück zu realen, persönlichen Treffen und Workshops statt Webinaren und Chats. Für mich ein Segen, da ich ein großer Freund persönlicher Kontakte bin. Keine Technik kann diese ersetzen. Für Euch bedeutet das eine Palette an Workshop-Angeboten in schönen Locations hier im Großraum Hamburg. Erste Themen, die ich umsetzen möchte sind Content-Strategie und Story-Telling. Wenn Ihr noch weitere Themen habt, hinterlasst mir gern Eure Vorschläge in den Kommentaren. Nach einem gescheiterten Erstversuch im März wird es im Herbst neue Termine geben. Vorstellbar ist auch ein "Content-Marketing-Stammtisch", der regelmäßig hier in Hamburg stattfindet. Oder Kooperationen mit anderen Interior Designern. Ganz oben auf meiner Liste steht auch der Abschluss meiner Weiterbildung zur Interior Designerin. Ideen gibt es viele, solange die noch nicht ausgereift sind, behalte ich sie noch für mich. Eins ist sicher: Ihr könnt Euch in 2018 auf einige Neuerungen freuen, die kommen werden.

Ganz konkret möchte ich mich aber bei Euch bedanken. Für Eure Treue, Euer Feedback - Euer Dasein. Schön, dass es Euch gibt. Deshalb gibt es im April einige Sonderaktionen zum ersten Geburtstag, von denen Ihr profitieren könnt. 

Bis zum 13.04.18 läuft noch mein Gewinnspiel, in dem ich 3 x 1 Interview für das neue Format INTERIOR TALENTS verlose (alles über das Format findest Du hier). Alles was Du tun musst ist, unter diesem Post mit ♡ zu kommentieren. Schon bist Du im Lostopf! Der /die Gewinner/in wird am 14.04. in meinen Insta-Stories bekannt gegegeben. *

 
 

Den ganzen April bis einschließlich zum 30.04.18 gibt es für jeden Auftrag, der in diesem Zeitraum eingebrieft wird, eine zusätzliche Stunde Texterstellung oder Social Media gratis on top. Frei nach dem Motto "buche drei - zahle zwei" oder so ähnlich. Wichtig ist das Eingangsdatum, das Projekt muss nicht bis Ende des Monats abgeschlossen sein. Kurzentschlossene sind klar im Vorteil.

Ich freue mich auf eine weitere gemeinsame Reise mit Euch, neue spannende Projekte und Kunden. Auf geht's ins zweite Geschäftsjahr mit vielen Ideen und der Extraportion Motivation!